Soviel Eigensinn darf sein

Vielleicht nicht perfekt, aber mutmaßlich genial

Unperfekthaus EssenIch habe immer davon geträumt, in meinen anfänglichen Studiensemestern, als ich vom außerhalb gelegenen Kaff in die Unistadt trampte … später bis heute, wenn ich mich samstags in einer hektischen Innenstadt bewege: Man könnte, zwischendurch vollständig ermattend, irgendwo eine wirkliche Pause einlegen, Füße hoch, vielleicht sogar ein Nickerchen machen. Und dafür gäbe es irgendwo einen Platz, wo das geht und nicht seltsam wirkt. Schließlich kann man nicht immer zwischendurch nach Hause, um Couch und Kissen zu finden … und auch, wenn man touristisch auf Städtetour ist, will man ja nicht drei mal am Tag ins Hotel pendeln.

Essen, in freundlicher Symbiose mit dem gesamten Pott gewesene Kulturhauptstadt, kann solche naheliegenden, bis dato aber kaum irgendwo wirklich ernst genommenen Bedürfnisse mit dem Unperfekthaus befriedigen. Das Unperfekthaus ist viel mehr, als ich an ihm vor allem sensationell finde, aber das ist es auch: Ein Platz ziemlich zentral in Essen, an dem man immer zwischendurch eine Heimstatt findet. Man kann verschiedene Flatrates (nun ja, heute heißt das so…) buchen, und je nach Entscheidung den ganzen Tag über dort Heißgetränke trinken, mit einem ausführlicheren Ticket sich so oft man will am Buffet bedienen, seine Taschen in Schließfächern verstauen, überall kostenfrei ins Internet gehen und tatsächlich an verschiedenen Orten im Haus … einfach mal ein Nickerchen machen.

Unperfekthaus EssenIch war an einem Samstag dort – und da war es dort sehr voll. Hätte ich nicht aufgrund einer ganzen Reihe von Indizien gewusst – dazu mehr demnächst – dass ich mich in Essen befinde: Ein Samstag im Unperfekthaus wirkt, als stünde dieses in Berlin. Denn tatsächlich kommen mittags um drei schwäbische Rentnergruppen rein und wollen dort, genau dort, ihren Kaffee einnehmen und dazu leckeren Kuchen essen. Dummerweise waren am Samstag auch die Schließfächer, auf die ich so gebaut hatte, längst alle vergeben. War dann aber auch kein Problem: Ich hatte ja ohnehin einen richtigen Rollkoffer bei mir und man verstaute ihn kurzerhand hinter der Theke. Prima. Ich bin dann losgezogen und immer mal wieder zurückgekommen. Die Flatrate-Buffett- Verpflegung ist erstaunlich lecker. Sehr lecker. Die Preise sind so, dass man einen Tag mit Rumtreiberei in Essen kaum günstiger verbringen kann.

Das Gesamtkonzept des Unperfekthauses in Essen ist noch viel umfangreicher und vielleicht auch abgefahrener als der Punkt, den ich hier hervorhebe, man klicke sich durch, der Link ist ja da. Der touristische Entspannungsnutzen bei einer Reise nach Essen ist jedenfalls riesig und das ganze Ding faszinierend. Und ja … ich finde … das ist ein Platz für Frauen … jedenfalls wenn es sie nach Essen verschlägt.

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Bärbel Frau auf Reisen – dem Blog einer Frau mit Fernweh für alle Frauen mit Fernweh. Die Idee zu diesen Seiten entstand, da ich seit einigen Jahren immer wieder alleine gereist bin. Eine neue Erfahrung beim ersten Mal, wiederkehrend in der Regel immer besser. Eine Frau auf Reisen erfährt sich kraftvoll und offen in der Welt! Gerne möchte ich davon an dieser Stelle einiges mitteilen. Was ist zu beachten, wenn eine Frau alleine reist? Welche Ängste bestehen (nur) im Kopf? Welche Erfahrungen macht eine Frau auf Reisen? Kleine Gebrauchsanweisung, da es sich nicht immer sofort erschließt: Beiträge zu Themen/Ländern, die im rechten Menü gefunden werden, öffnen sich zunächst nur teilweise. Dann heißt es, die Titelzeile anzuklicken, und der gesamte Beitrag wird sichtbar. Und übrigens, ich freue mich über Kommentare!!!! Ich sehe hier erfreulicherweise (mehr als nur) einige kommen und gehen, lesen hoffentlich... Ein Feedback, was andere Frauen suchen, wissen und vielleicht auch hier finden ... ist mir wirklich willkommen, manchmal ersehnt.