Soviel Eigensinn darf sein

New York City: Niemals ist viel zu wenig (einmal auch)

Kulisse New York im AbendrotIn Zusammenarbeit mit HouseTrip

Ich war erst einmal in New York. Und hätte mich nicht ein geradezu güldenes Glück 2010 dorthin gezaubert, ich hätte NYC womöglich nie gesehen. Damals gewann ich tatsächlich einen Schreibwettbewerb und ein Wochenende in New York City. Ich musste nichts mehr tun, außer perfekt versorgt mit Flug und Hotel und der reizenden Begleitung meiner Wahl in die Stadt zu reisen, von der ich noch nicht einmal wusste, ob sie mich reizt. Danach wusste ich es! Wir glühten nach von Eindrücken, die sich nur schwer beschreiben lassen. Fester Vorsatz: das kann nicht das letzte Mal gewesen sein. Grandioser Nachteil: Hotels in New York sind wirklich teuer. Jetzt entdecke ich die mögliche Alternative: Ferienwohnungen in New York! Ich stöbere bei Housetrip Deutschland und finde attraktive Angebote, in denen sich zum höchstens halben Preis eines mittelprächtigen Hotelzimmers, dafür häufig recht stilvoll, übernachten lässt. Schnäppchenflüge werden immer mal annonciert – und in dieser Kombination lässt sich die Sehnsucht stillen!

Für mich ist New York immer der Ort der Verzauberung, der Erregung und Lebensfreude; ich möchte niemals irgendwo anders leben, lautet das Bekenntnis Woody Allens. Das Erregende ist, wenn man das erste Mal hier ankommt, zwischen den Häuserschluchten steht und all das sieht, was man nur filmisch und fotografisch kennt: Die Realität übersteigt jedes Postkartenmotiv. Die Fülle der Eindrücke, die Bewegung in der Stadt und das eigene kindliche Staunen gehen eine Mischung ein, die ich sonst nie erlebt habe. Lady Liberty bei Sonnenuntergang, New YorkWenn schon Glück dann richtig: Und so shipperten wir an unserem Ankunftstag just mit der Staten Island Fähre an der Freiheitsstatue vorbei, als die Kulisse in einen herrlichen Herbstsonnenuntergang getaucht war. Das kann man wohl nicht buchen, aber dass die Fahrt mit dem Schiff nach Staten Island und zurück auch heute noch kostenlos ist, kann und sollte jeder, der in New York ist, nutzen.

Top of the Rocks mit Central ParkDass man New York von oben gesehen haben muss, ist klar. Und zwar am besten „Top of the Rocks“, von der Plattform des Rockefeller Centers aus. Das ist günstiger als vom Empire State Building, die Besucherströme sind geringer, der Blick genauso atemberaubend, aber mit Bonus: denn von hier aus sieht man das Empire State Building! Ebenso wie den Central Park, der wie eine verblüffende Oase gigantisch-schön im Häusermeer liegt. Kürzlich erfuhr ich, dass es günstig Fahrräder zu mieten gibt, mit denen man die Weite des Central Park durchmessen kann. Dann trifft man sie endgültig, die Typen und Ecken, von denen Woody Allen sich kaum losreißen kann.

Der oft gehörte Tipp, man solle in New York laufen, laufen, laufen … stimmt! Die Mischung aus hochaufstrebender imposanter Baukunst, kleinen verzierten Kirchen und den typischen Häusern mit Feuerleitern und Vorgärten, entzückt permanent und lässt das Müdewerden lange vergessen. Die durchnummerierten Straßenzüge Manhattans machen die Orientierung sehr einfach und mit dem ausklappbaren Plan im Pocket Guide ist man hervorragend ausgerüstet, weil man nur zählen können muss, um die nächste Sehenswürdigkeit zu finden.
Natürlich kann man, wie man es im Film sah, die Hand heben und irgendwann ein gelbes Taxi herbeiwinken. Das ist aber gar nicht mal besonders notwendig, denn die New Yorker Metro ist überraschend wenig überfüllt, und die sprichwörtlich hilfsbereiten New Yorker erklären gerne das Bussystem.

So lässt sich in einen einzigen Wochenendtrip eine ganze Menge packen, das charmante Greenwich Village und das turbulente Chinatown, um nur zwei meiner Favouriten zu nennen. Auch durch Teile Harlems sind wir gestreift, eine Welt, die uns etwas verschlossen, aber nicht bedrohlich schien.

Wer den eigenen Instinkten folgt, muss in New York nicht übermäßig viel für sehr interessante Mahlzeiten ausgeben.  Beim Flanieren kommt man garantiert an einem Deli vorbei, die New Yorker Institution schlechthin, und es macht einfach Spaß dort zu schauen und zu ordern.

Nach New York ist vor New York, denn nachdem ich einmal schon da war, vollkommen ahnungslos, wird die nächste Planung, von sehnsüchtiger Vorahnung gefärbt,  umso mehr Spaß machen.

Innenansicht eines typischen Delis in NYC

 Tipp: Wer die ach so kurze Zeit in New York gut organisiert nutzen will, findet hier viele sinnvoll zusammengestellte Touren.

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Bärbel Frau auf Reisen – dem Blog einer Frau mit Fernweh für alle Frauen mit Fernweh. Die Idee zu diesen Seiten entstand, da ich seit einigen Jahren immer wieder alleine gereist bin. Eine neue Erfahrung beim ersten Mal, wiederkehrend in der Regel immer besser. Eine Frau auf Reisen erfährt sich kraftvoll und offen in der Welt! Gerne möchte ich davon an dieser Stelle einiges mitteilen. Was ist zu beachten, wenn eine Frau alleine reist? Welche Ängste bestehen (nur) im Kopf? Welche Erfahrungen macht eine Frau auf Reisen? Kleine Gebrauchsanweisung, da es sich nicht immer sofort erschließt: Beiträge zu Themen/Ländern, die im rechten Menü gefunden werden, öffnen sich zunächst nur teilweise. Dann heißt es, die Titelzeile anzuklicken, und der gesamte Beitrag wird sichtbar. Und übrigens, ich freue mich über Kommentare!!!! Ich sehe hier erfreulicherweise (mehr als nur) einige kommen und gehen, lesen hoffentlich... Ein Feedback, was andere Frauen suchen, wissen und vielleicht auch hier finden ... ist mir wirklich willkommen, manchmal ersehnt.