Soviel Eigensinn darf sein

Pilgern in Frankfurt

Frankfurt am main, alte operDen Hinweis verdanke ich einer recht bewanderten Freundin, die auch schon den Jakobsweg absolvierte. Es lässt sich auch mitten durch Frankfurt pilgern! Und zwar auf dem Frankfurter Elisabethpfad, der tatsächlich zunächst sehr städtisch wirkt, um sich dann durch allerhand hügeliges Land bis Marburg zu schlängeln. Anders als die fußtapfere Freundin widmeten wir uns nur etwa der Hälfte der ersten Etappe, begannen nicht in Sachsenhausen, sondern unweit der Alten Oper in der Taunusanlage, und kennen den Weg bisher auch nur bis zu den Niddawiesen. Als etwas anderes Frankfurt-Sightseeing kann die „Pilgertour“ durchaus auch für Besucherinnen ihren Reiz haben.

Symbol ElisabtehenpfadDen Weg markiert ein Symbol, das auf den ersten Blick wirkt, als habe die Stadt der Finanzpaläste ihr wahres, ganz und gar unspirituelles Wesen ehrlich zum Ausdruck gebracht: Das stilisierte E der Elisabeth sieht dem Euro-Zeichen auffallend ähnlich. In der Tat führt die Frankfurter Startetappe zunächst vorbei an mancherlei verspiegelten Kommerzfassaden, welche sich auf typisch Frankfurter Art im Westend beginnen mit Gründerzeitvillen und kargen 50erJahre-Wohnhäusern zu mischen. Geschickt wird der Pfad auf den Spuren der Heiligen, die Hunger in Hilfe und  Brot in Blumen verwandelt sah, an den zahlreich vorhandenen Grünanlagen Frankfurts vorbeigeführt: Taunusanlage, Rothschildpark, Grüneburgpark, die ästhetisch etwas dürftige Anlage vor der Deutschen Bundesbank … und weiter an Kleingärten vorbei bis zum weitreichenden Niddapark, dem Erbe der Bundesgartenschau.
Taunusanlage mit Bankenturm FrankfurtFAssade Altbau Westend in Frankfurt

 

Blühender Baum im koreanischen Garten FrankfurtUrbanes Pilgern: So lässt sich am Wegesrand in das ein oder andere Bistro einkehren, und als besonderer Gimmick führt die Route nach Niddapark und Martin-Luther-King-Park sogar direkt durch die Einkaufspassagen des Nord-West-Zentrums. Wir haben jedenfalls den ein oder anderen Straßenzug gesehen, dem wir noch selten Aufmerksamkeit schenkten.

 

Unsere Tour am ersten  Wochenende mit passablem Wetter – da war Ostern schon vorbei – ließ uns auch endlich erstes Blühendes sehen.

 

 

pilger_8480Die Freiluftsaison zu eröffnen, bot es sich an, an der U-Bahnhaltestelle Niddapark, die seltsam verwaist wirkt, in die U1 zu steigen. Diese Linie hat ihre Endstation am Südbahnhof, sodass wir dort landeten – dribbdebach in Sachsenhausen – wo der Elisabethpfad eigentlich beginnt. In der Textorstraße, dem Einfallstor zum Apfelweinviertel, ließen wir uns im Feuerrädchen nieder – dessen HP ich nicht verlinke, da sie wenig ansprechend ist. Wahrhaft bodenständiges Essen in typischem Ambiente unter einem kondensbemalten Himmel, der zeigt: Ja, man ist in Frankfurt und gepilgert wird von hier ausgehend vor allem rasant und in der Luft.

 

 

 

Typisch Frankfurter Essen in Sachsenhausen: Gegrilltes LeiterchenKondensstreifen am strahlend blauen Himmel, in den Bäume ragen

Wandgemälde im Garten der Apfelweinkneipe: Fröhliche Zecher in Frankfurt-Sachsenhausen

 

 

 

 

 

 

 

Willkommen bei Frau auf Reisen

Bärbel Frau auf Reisen – dem Blog einer Frau mit Fernweh für alle Frauen mit Fernweh. Die Idee zu diesen Seiten entstand, da ich seit einigen Jahren immer wieder alleine gereist bin. Eine neue Erfahrung beim ersten Mal, wiederkehrend in der Regel immer besser. Eine Frau auf Reisen erfährt sich kraftvoll und offen in der Welt! Gerne möchte ich davon an dieser Stelle einiges mitteilen. Was ist zu beachten, wenn eine Frau alleine reist? Welche Ängste bestehen (nur) im Kopf? Welche Erfahrungen macht eine Frau auf Reisen? Kleine Gebrauchsanweisung, da es sich nicht immer sofort erschließt: Beiträge zu Themen/Ländern, die im rechten Menü gefunden werden, öffnen sich zunächst nur teilweise. Dann heißt es, die Titelzeile anzuklicken, und der gesamte Beitrag wird sichtbar. Und übrigens, ich freue mich über Kommentare!!!! Ich sehe hier erfreulicherweise (mehr als nur) einige kommen und gehen, lesen hoffentlich... Ein Feedback, was andere Frauen suchen, wissen und vielleicht auch hier finden ... ist mir wirklich willkommen, manchmal ersehnt.